Der G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) – bestehend aus Vertreter der Ärzteschaft, der Krankenhäuser und Krankenkassen – hat am 19. September 2019 zur Liposuktion bei Lipödem entschieden, dass diese ab dem Stadium III eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) werden kann.

Dies gilt auch laut Richtlinie für Patientinnen, bei denen sechs Monate vor der Indikationsstellung die Beschwerden mit einer ärztlichen verordneten konservativen Therapie nicht gelindert werden konnten. Liegt der Body-Mass-Index (BMI) unter 35, darf der Eingriff vorgenommen werden. Bei Patientinnen mit einem BMI ab 35 soll zusätzlich eine Behandlung der Adipositas stattfinden. Bei einem BMI ab 40 soll keine Liposuktion durchgeführt werden und zunächst Adipositas behandelt werden.

Mehr als 3.000 Milliliter reinen Fettgewebes pro Eingriff dürfen nur dann abgesaugt werden, wenn die postoperative Nachbeobachtung über zwölf Stunden sichergestellt ist.

Berechtigt zu Indikationsstellung und Durchführung sind Fachärzte für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt/Jg. 116/Heft 39/27.09.2019

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